Filmrezension zu „Wir töten Stella“

Der Film “Wir töten Stella” wurde von Julian Roman Pölsler geschrieben und er war auch der Regisseur des Films. Das erste Mal erschien der Film am 26. September 2017. Der Film basiert auf Marlen Haushofers Novelle mit demselben Namen wie der Film, das Buch wurde 1958 veröffentlicht. Marlen Haushofer lebte vom 11. April 1920 bis zum 21. März 1970, somit erlebte sie den zweiten Weltkrieg. In der Geschichte handelt es sich um Personen die eine Lebenskrise durchmachen und mit wichtigen Entscheidungen konfrontiert werden, demnach gehört der Film zum Genre Drama.

Die Handlung der Geschichte ist zusammengefasst, dass Stella, ein junges Mädchen, welches von ihrer Familie nicht geliebt wird, zu ihrer Tante ziehen muss. Zu Beginn verläuft alles einigermassen normal, bis Anna bemerkt, dass Richard, ihr Mann sie nicht mehr liebt und Anna Stellas schönheut ins Auge fällt. Anna beginnt Stella edle Kleider zu kaufen, und ihr Mann findet Gefallen an Stella. Irgendwann geht es so weit, dass Richard ein Verhältnis mit Stella hat und sie missbraucht. Anna tut nichts, auch wenn es ihr auffällt. Zum Schluss wird es Stella zu viel und sie lässt sich von einem Lastwagen überfahren.

Was im Film auffällt ist, dass Annas Familie immer blaue Kleidung trägt, hingegen Stella und deren Familie, die man zu Beginn kurz sehen kann, tagen stets rot. Anhand dieser Farben fällt ständig auf, dass Stella eigentlich nicht in diese Familie gehört, da sie die Einzige ist, die rot trägt. Ebenfalls kann man die Farben symbolisch sehen, das Rot, welches Stella immer trägt, könnte für den blutigen Tod stehen, der ihr am Ende passiert.

Im Film gibt es eine Rahmenhandlung und eine Binnenhandlung. Die Rahmenhandlung ist Anna, die in ihrem Zimmer sitzt und schreibt, zum Fenster hinausschaut und den Vogel bemerkt, aber nichts tut. Bei dieser Handlung fällt auf, dass Anna zu Beginn mit einer Schreibmaschine schreibt, welche irgendwann von einem Tablett ersetzt wird.

Immer wieder sieht man kurze Szenen von Anna, wie sie versucht davonzukommen, aber es nicht schafft. Das erste Mal als das Passiert, wird gezeigt wie Anna nachts mit ihrem Koffer aus dem Haus läuft, als sie beim Gartentor ankommt und versucht hindurch zu laufen, läuft sie in eine Glaswand hinein. Diese Glaswand steht symbolisch dafür, dass, auch wenn es von aussen nicht immer sichtbar ist, Anna von Richard abhängig ist und im Haus mit ihm gefangen ist. Mir gefällt diese spezifische Szene besonders, weil die Abhängigkeit ohne ausgesprochen zu werden gezeigt wird, mit dieser Glaswand.

Mir ist ebenfalls eine Parallele zwischen Anna und Stella aufgefallen. Eine auffällige Sache, die Stella des Öfteren tut ist, sich im Badezimmer einzuschliessen um zu weinen. Damit keiner sie hören kann, drückt sie ständig auf die Toilettenspülung. Nach Stellas Tod, sieht man wie Anna dasselbe tut.

Manche der nur wenige Sekunden langen Szenen, verwirrten mich ein wenig, weil ich nicht verstand was diese genau Bedeuten sollten. An sich finde ich aber, dass der Film sehr gelungen ist, weil vieles Symbolisch dargestellt wird und er einen sehr zum Nachdenken bringt.

(A.W.)

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