Wir Töten Stella Rezension

Ich ziehe das Buch dem Film vor, weil alles realistischer ist, denn die meisten Handlungen, die im Film vorkommen, sind ziemlich schwer zu verstehen. Ein Beispiel ist die ganze Sache mit Wolfgang. Im Buch war der Grund für Stellas Tod sehr klar und man musste viel zwischen den Zeilen lesen, was für Literaturfreaks eine Freude ist. Im Film war der Grund dafür, dass die Familie Stella nicht als Familienmitglied akzeptierte, extrem schwer zu verstehen, was daran lag, dass der Film zu einem viel späteren Zeitpunkt spielt als das Buch. Im Buch macht das Trauma der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die ganze Sache verständlich, und die Symbolik in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg ist hervorragend – Stella bedeutet Stern auf Italienisch, und sie steht für das jüdische Volk nach dem Zweiten Weltkrieg, während Anna das durchschnittliche deutsche Volk nach dem Zweiten Weltkrieg repräsentiert. Sie haben ein gemeinsames Interesse, da sie beide von der arischen Rasse unterdrückt wurden – repräsentiert durch ihren Ehemann Richard. Da ich ein Geschichtsfreak bin, fand ich es am interessantesten, die Parallelen zu finden, die das Buch bietet.

Das Buch war wirklich ein Einblick in das Leben einer deutschen Familie nach dem 2. Weltkrieg, die mit den Auswirkungen des Holocausts konfrontiert war. Der Film war schlechter als das Buch, aber meiner bescheidenen Meinung nach nicht ganz so schlecht. Er enthielt eine Menge herzzerreissender Momente mit Anna und Stella und viel Show statt Tell, wie es im Buch in Hülle und Fülle vorkam. Einer der interessantesten Teile des Buches ist die Schuldfrage der Jugendlichen, die während des Zweiten Weltkrieges Kinder waren, aber von vielen für ihre Taten während des Krieges verantwortlich gemacht wurden. Das Buch konzentriert sich stark auf den Aspekt, dass man sich für seine Taten schuldig fühlt, selbst wenn man nur ein unschuldiger Zuschauer ist, wie es Wolfgang im Buch war. Das ist ein weiterer Grund, warum mir der Film nicht so gut gefallen hat – er hat die interessanteste Figur missbraucht und ihn in einen normalen Teenager verwandelt, was er im Buch nicht war. Er hing sehr an Anna, erkannte aber bald, dass ihre Taten nicht zu verzeihen waren, und zog aus, um ein neues Leben zu beginnen, wobei er nur manchmal von seinem entfernten Internat aus zu Besuch kam. Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch vor allem wegen der Symbolik und der Realität besser war.

Ein Kommentar

  1. Das Buch ist gut im Text zusammengefasst und es sind alle im Unterricht besprochene Themen inbegriffen. Ich würde Umgangswörter so gut wie möglich weglassen.

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